Zusammenfassung: Gottesbeweise
Ontologischer Gottesbeweis (Anselm von Canterbury 1033-1109)
- Gott ist das, worüber hinaus größeres nichts gedacht werden kann
- Bleibt im reich der begriffe
- Wenn Gott das größte ist worüber hinaus nicht gedacht werden kann, muss er existieren
Kosmologischer Gottesbeweis (Thomas von Aquin 1225-1274)
- Alles was in Bewegung ist, wird von einem anderen bewegt
--> Es muss einen ersten Beweger geben, der von keinem bewegt wird
- das bewegende ist Gott
- Moderne Variante: die perfekte Abstimmung von allem ist nur durch einen Schöpfer-Gott zu erklären
Teleologischer Gottesbeweis (Thomas von Aquin 1225-1274)
- Ausgangspunkt: Zielgerichtetheit aller Wesen auf Ordnung, Schönheit und Zweckmäßigkeit
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Es muss ein geistig erkennendes Wesen geben, von dem alle Naturdinge auf ihr Ziel Hingeordnet werden
Informationstheoretischer Gottesbeweis (Frank J. Tipler 1947)
- Basiert auf Urknalltheorie, wonach sich das Universum auf einen absoluten, alles wissenden umfassenden
Zielpunkt „den Omega-Punkt“ ausrichtet
- punkt" der in dem alle existierenden und in Zukunft existierenden Informationen fließen (zu jeder zeit), der außerhalb von Raum und zeit, also ewig ist und wahrscheinlich Person ist, die weiter Unterprogramme, also weitere wesen erschaffen kann.
Moralischer Gottesbeweis (Kant 1724-1804)
- praktische und theologische Vernunft
- Wenn es keinen Gott gäbe, gäbe es für uns Menschen letztlich keinen zwingenden Grund uns sittlich und
moralisch zu verhalten
- Postulat der praktischen Vernunft
- Moral ist Endzweck des Daseins
Ethnologischer/Historischer Gottesbeweis
- Gott gibt es, weil alle Völker zu allen Zeiten in irgendeiner Form an Gott geglaubt haben
Mathematischer Gottesbeweis (Nikolaus von Kues 1401-1464)
- Das Zusammenfallen aller Gegenstände in der Unendlichkeit
- Alles was in der Welt vorhanden ist, ist eine Ausfaltung dessen, was in Gott eingefaltet ist
- Trennung Schöpfer und Geschöpf (hier von wegen Kreis und Gerade und so weißt)
- Pantheismus (All-Gott-Lehre): Gott existiert in allem
- Monotheismus : nichts über Gott
Scholastik
- Verbindung von antiker Philosophie mit der mittelalterlichen Theologie
- Hauptvertreter Kant +Canterbury
- man greift auf Meta-Physik zurück
Metaphysik
-
fragt nach dem einen und letzten Grund von allem was ist
Theologie
- vernünftige Bearbeitung dessen was der glaube zu denken gibt
Martin Luther
- Gott ist woran ich mein Herz hänge